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Eine Hand wäscht die andere – fast nichts in der Welt ist so wie es scheint Jenseits der fiktiven Realität - alles Schall und Rauch? John Swinton (1829-1901), Herausgeber der "New York Times", vor Redakteuren im Jahre 1889: "Es gibt zu dieser Zeit in der Weltgeschichte von Amerika keine solche Sache wie eine unabhängige Presse, Sie wissen das, und ich weiß es. Es gibt nicht einen von Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn Sie es würden, wissen Sie im voraus, dass sie nie im Druck erscheinen würde. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, um meine ehrliche Ansicht aus der Zeitung, mit der ich verbunden bin, herauszuhalten. Andere von Ihnen erhalten ähnliche Vergütungen für ähnliche Dinge, und jeder von Ihnen, der närrisch genug wäre, ehrliche Meinung zu schreiben, würde sich auf der Straße wiederfinden, um sich nach einer anderen Arbeit umzusehen. Wenn ich es mir erlauben würde, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, wäre ich meine Beschäftigung vor Ablauf des Tages los. Die Aufgabe der Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, geradeheraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es, und ich weiß es. Was für eine Narrheit ist dieses Trinken auf eine unabhängige Presse! Wir sind die Werkzeuge und Vasallen reicher Männer hinter der Szene, wir sind die Hampelmänner. Sie ziehen die Fäden, und wir tanzen. Unsere Möglichkeiten und unser Leben sind das Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte" (zitiert nach: Richard O. Boyer und Herbert M. Morais, Labor’s Untold Story, NY: United Electrical, Radio & Machine Workers of America, 1955/1979). Paul Sethe (1901-1967), Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), in einem Leserbrief im Spiegel als Antwort auf eine Veröffentlichung auf einen dort abgedruckten Artikel des Stern-Reporters Peter Grubbe vom 5. Mai 1965: „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten“. Die Funktionsfähigkeit und die subtilen Mechanismen des Mediensystems sind heute immer noch dieselben, wenn auch auf dem neuesten technischen Stand. Sozial-ethisch hat sich bis heute in totalitären, unfreien Obrigkeitssystemen nichts wirklich verbessert, nur die (technischen) Methoden der Mächtigen haben sich enorm verfeinert. Die Struktur der Massenmedienlandschaften erzeugt einen weltumspannenden, politisch korrekten (political correctness), vorherrschenden Einheitsbrei. Alles ist eigenartig miteinander verknüpft: „Eine Handvoll Menschen kontrolliert die Medien der Welt. Derzeit sind es etwa noch sechs solcher Menschen, bald werden es nur noch vier sein - und sie werden dann alles erfassen: alle Zeitungen, alle Magazine, alle Filme, alles Fernsehen. Es gab einmal eine Zeit, da gab es verschiedene Meinungen, Haltungen in den Medien. Heute gibt es nur eine Meinung, die zu formen vier, fünf Tage dauert - dann ist sie Jedermanns Meinung“, so Hollywoods Starregisseur und Oscar-Preisträger Mike Nichols, ein Insider, der es letztlich wissen muss (zitiert in: Nation & Europa, Juli/August 1999, S. 16). Was wir denken, was wir essen, wie wir uns verhalten, Mann/Frau/Kinder, wie wir uns kleiden, welche Krankheiten wir haben, was wir glauben sollen dürfen und müssen, wie wir politisch eingestellt sein sollen, was die Kinder in der Schule lernen, alles wird darüber gesteuert. Die Presse ist ebenso frei wie die Demokratie eine Volksherrschaft ist. Ein Blick in die Medien macht überdeutlich, dass die Besitzstandswahrer nicht aussterben, auch wenn sie sich im professoralem Gewand präsentieren (Professor Unsinn) und den Menschen eine Politik verkaufen, die sich längst verirrt hat. Nichts findet zufällig statt. Egal wo man hinschaut, die Berichte sind unterm Strich gesehen immer gleich. Das Geschwätz, den Unsinn, beispielsweise vom nachdrücklichen Abbau der Arbeitslosigkeit durch immer höheres Wirtschaftswachstum (woher denn? Über dem Wachstumsgrundwert?), dürfen wir nicht länger akzeptieren! Die Lehre der Ökonomie (Wachstumsdoktrin), der mehrheitlich die Vertreter der herrschenden Klasse blind folgen, funktioniert in Wirklichkeit nicht. Es wäre an der Zeit, überkommene Denkmuster – in den Wirtschaftswissenschaften die Wachstumsdoktrin – über Bord zu werfen. Fremde Arbeit macht wirklich reich. Die Völker haben ein Recht auf Mündigkeit jenseits der Propagandaorgane. Sie besitzen volles Informationsrecht auf unzensierte Berichterstattung. Machen Sie davon Gebrauch. Sie haben ein Anrecht auf Stimmen und kompetente Gegenstimmen zur vorherrschenden Meinung. Sie besitzen ein Recht auf existentiell wichtige Informationen. Allein die Wahrheit hat Bestand. AWG = alles wird gut.
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