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Effektivzins priv.Rentenvers.

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Hören Sie auf zu rechnen ... fangen Sie an zu denken!

Der Effektivzins der privaten Rentenversicherung (Leibrente)

Die private Rentenversicherung verbindet Kapitalanlage und Versicherung. Sie gewährt eine lebenslange Leibrente. Tatsächlich gibt es bei Tod vor Vertragsablauf nur die eingezahlten Beitrage plus eventueller Überschüsse zurück. Viele Verbraucher und viele Medien fallen auf Werbekampagnen mit hypothetischen Aussagen herein. Prof. Bockholt: "Private Leibrente rechnet sich erst ab dem 91. Lebensjahr - wer früher stirbt, zahlt drauf!" Besserung nicht in Sicht - im Gegenteil.

Anbieter mauern bei der Angabe zu Kalkulationen und Kosten

Wer nicht die Realität beachtet, kann den Traum vom sorgenfreien Lebensabend vergessen. Nach Berechnungen des Koblenzer Finanzprofessors Heinrich Bockholt (Handelsblatt 27.02.2006) rechnet sich die staatlich geförderte Leibrente (PRV) nur für Versicherte, die mindestens 91 Jahre alt werden. Dem statistischen Durchschnitt zufolge aber werden Männer derzeit (Stand 2006) nur 76 Jahre alt, Frauen 82 Jahre.

Für alle anderen ist fast jedwede andere Anlageform mit einmaliger Kapitalauszahlung günstiger, so Prof. Bockholt. Ein weiteres Ergebnis: Die Offerten der Anbieter beinhalten Verwaltungs- und Vertriebskosten meist deutlich über 10% der eingezahlten Beträge in der Ansparphase. Von solchen Kalkulationen erfährt natürlich der Altersvorsorgesparer wenig:

Stolze Kosten, bescheidene Zinsen

(was bei einer Garantieverzinsung von 2,75% übrig bleibt)

Versicherer Kostenabzug in Sparphase *)

nominaler Effektivzins (Geldillusion)

Leibrente rechnet sich gegenüber Kapitalauszahlung nach ... **)

 
Allianz

 14,51%

1,56%

30 Jahren+3 Monate

***) 

Asstel 11,15% 2,002% 28 Jahren+4 Monate ****)
HUK Coburg 11,15% 1,87% 30 Jahren+6 Monate ***)
Signal Iduna 13,65% 1,65% 35 Jahren+10 Monate ***)
Victoria 16,12% 1,63% 26 Jahren+3 Monate ****)
*) bei Garantieverzinsung von 2,75%  **) prognostizierte Kapitalverzinsung 2,25%  ***) Frau, 38 Jahre alt, Renteneintritt mit 62  ****) Mann, 36 Jahre alt, Renteneintritt mit 65. Quelle: Prof. Heinrich Bockholt, FH Koblenz (27.02.2006)

Ein Sprecher der Allianz verteidigt sich: "Mit Begriffen wie Effektivzins könnten viele Kunden gar nichts anfangen". Bockholt dazu: "Mit jedem Bundeswertpapier fahre ich besser" (Handelsblatt 27.02.2006).

Tipp: Sehen Sie sich noch einmal in der vorstehenden Tabelle den Garantiezins von 2,75% und dazu dann den tatsächlichen nominalen Effektzins an! Merken Sie was? Und das soll allen ernstes die respektable Altersvorsorge sein, die Zusatzrente für den Traum vom sorgenfreien Lebensabend, dazu noch staatlich gefördert???

Wenn Sie Renditen bei Geldanlagen (auch die Leibrente zählt dazu) vergleichen, sollten Sie immer noch die durchschnittliche Inflationsrate (Kaufkraftschwund) mit berücksichtigen. Sonst kann Ihnen bei langfristigen Sparverträgen ein immens hoher Vermögensschaden (Substanzverlust) entstehen - ohne dass Sie es richtig bemerken. Deshalb ergänzen wir die Ergebnisse der vorhergehenden Tabelle um eine Substanzerhaltungsrechnung (modellhafte Hochrechnung):

Versicherer

siehe o.g. Tabelle

Allianz

Asstel

HUK Coburg

Signal Iduna Victoria  
nominaler Effektivzins  1,56% 2,00% 1,87% 1,65% 1,63%

Berechnung Prof. Bockholt, HB 27.02.2006 

minus statist. Kaufkraftschwund -3,05% -3,05% -3,05% -3,05% -3,05% langjähriger Ø 3,05% p.a. (1970-2005)
minus 18 % *) Einkommensteuer (Rentenbeginn 65jähriger) -0,28% -0,36% -0,33% -0,30% -0,29% steuerpflichtig mit Ertragsanteil (ohne steuerl. Förderung): sonstige Einkünfte

negative Realrendite

-1,77% -1,41% -1,51% -1,70% -1,71% Nettosubstanz
Steuerliche Regeln für Private REntenversicherungen (Stand 2006):

Auszahlungen aus Kapitallebensversicherungen oder Kapitalauszahlungen aus privaten Rentenversicherungen – abgeschlossen jeweils nach dem 31. Dezember 2004 – unterliegen abzüglich der eingezahlten Beiträge nur zur Hälfte der Steuer (Halbeinkünfteverfahren), wenn der Leistungsempfänger das 60. Lebensjahr vollendet und die Vertragslaufzeit mindestens 12 Jahre betragen hat. Rentenzahlungen aus privaten Rentenversicherungen werden seit Jahresbeginn 2005 generell steuerlich besser behandelt als zuvor. *) Musste beispielsweise ein bei Rentenbeginn 65jähriger bislang 27% seiner „Privatrente“ mit dem persönlichen Steuersatz versteuern, sind seither nur noch 18% der Rente individuell zu versteuern.

Riester-Rentenversicherung: Werden Leistungen gezahlt, für die keine steuerliche Förderung genutzt wurde, gilt: Renten sind mit dem Ertragsanteil zu versteuern (siehe oben). Erträge von Kapitalzahlungen sind dann nicht voll, sondern nur zur Hälfte steuerpflichtig, wenn die Leistung nach Vollendung des 60. Lebensjahres und nach Ablauf von 12 Jahren seit Vertragsabschluss ausgezahlt wird.

Basis-Rentenversicherung (Rürup): Wer erstmals ab dem Jahr 2040 eine Auszahlung erhält, hat diese voll mit seinem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Vorher gilt eine Übergangsregelung. Beispielsweise sind bei Renteneintritt im Jahr 2006 nur 52% der Leistungen zu versteuern. Wer 2007 in Rente geht, hätte 54% der Leistungen zu versteuern. || Ergebnisse der Gegenwart sind keine Garantie für die Zukunft, sie können schlechter oder besser sein. Alle Angaben ohne Gewähr. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.

Nach diesen ungeschminkten Berechnungen lohnt es sich - kaufmännisch betrachtet - aus Verbrauchersicht im Grunde nicht, in eine private Rentenversicherung einzuzahlen und unter Inflationsgesichtspunkten, jahrzehntelang Geld für eine private Rente mit vermutlich effektiven Kaufkraftverlusten anzusparen. Vor allem stimmen nach Jahrzehnten auch die Kalkulationen nach den dann längst überholten Sterbetafeln nicht mehr. Trotzdem wird die nationale Sparflut in Private Rentenversicherungen (Geldanlagen) mit mehrheitlich miserablen Realergebnissen nicht zu toppen sein ... und wer's zu spät merkt, den bestraft das Leben. Echt super! Ihr Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer. Wer wohl?

Verbraucherschützer kritisieren: "Leider werden von der Regierung immer wieder Modelle gefördert, die es nicht verdient haben", so Thorsten Rudnik vom Verbraucherschutzverein "Bund der Versicherten" (http://www.bundderversicherten.de).

Die mehrheitlich kostenüberladenen, unflexiblen, staatlich geförderten "Riester-" und "Rürup-Renten" (kapitalgedeckte Vorsorge) mit "0-Prozent-Rendite-Garantie" und weitere Geldvernichtungsinstrumente werden die Erwartungen der Rentenbezieher real nicht erfüllen. Rund 95% aller geförderten Produkte sind Versicherungsprodukte, die die Kundengelder überwiegend in inflationsgefährdete Geldanlagen - vorzugsweise Staatspapiere, Schuldgeld also - stecken. Die Überschüsse werden durch die Zusatzkosten aufgrund der "Garantien", die der Gesetzgeber fordert, und die steigende Lebenserwartung der Menschen durchschnittlich noch geringer ausfallen als bei normalen (siehe oben) inflationsgefährdeten Geldanlagen, was soviel bedeutet: eingeschränkter Vermögenserhalt (real) nicht nur für die Hinterbliebenen!  

Dumber Money: Das sind jene Leute, die bis zuletzt an die Magie der Scheine, des Papiergeldes (Fiat-Money, fiat lux = es werde Licht; Geld aus dem Nichts) und derer Papiervehikel darin, wie beispielsweise heute neudeutsch als Zertifikate, Derivate usw. bezeichnet, glauben. Wettscheine also. Diese Leute schlucken dann auch, wenn sie aus einer Kapitalversicherung, dazu zählt die private Rentenversicherung (Leibrente, verpackt wie in den Formen der Riester- oder Rürup-Rente), die Kapitallebensversicherung, die Direktversicherung, die Aussteuerversicherung und wie die Versicherungsprodukte alle noch heißen mögen, also auch die über Versicherungsprodukte (Papier) rückgedeckte Altersvorsorge wie beispielsweise auch die über Kapitalversicherungen rückgedeckte Pensionskassen usw., egal ob bei Bank, (Bau-) Sparkasse oder Versicherung oder sonst wo, in die Sie oftmals über Jahrzehnte lang eingezahlt haben, den Gegenwert von einem Laib Brot erhalten – passiert tatsächlich 1923 in Deutschland (Hyperinflation mit anschließender Währungsreform). Und es kann wieder so kommen ... die Weichen sind systemimmanent gestellt ...

Physisches Edelmetall dagegen, Gold, Silber, Platin, zinsfreies Hard-Money also, ist in einem Schuldgeld-Zinssystem zwar auch nicht die Vermögenssicherungslösung aller Tage, aber zumindest stirbt man nicht gleich beim nächstbesten, größeren Finanzcrash in der ersten Reihe. Es schläft sich mitunter etwas ruhiger, vor allem dann, wenn man den Unterschied zwischen Wert und Preis verstanden hat. Der Preis, die Schuldversprechen (Papier-Rente) mit beliebig vielen Nullen auf buntbedruckten Zetteln, oftmals nicht einmal unterschrieben, ist jederzeit beliebig veränderbar, aber der Wert der barbarischen Relikte aus grauer Vorzeit an sich bleibt immer derselbe. Beispiel: 1 kg Gold - ein Kilogramm ist der Wert an sich - war im Jahr 1920 ein Kilogramm Gold und ist es heute noch immer, nämlich ein Kilogramm. Egal wie viel Währungsreformen oder (Hyper-) Inflationen oder sonstige Geldentwertungen dazwischen auch stattgefunden haben. Nur der Preis, die Ziffern auf buntbedrucktem Papier, das dafür eingetauscht wird, differiert. Der innere Wert von Papier bzw. Papiergeld oder von in Papier gekleideten Schuldversprechen (heute nennt man das vornehm Riester- oder Rürup-Renten, private Rentenversicherungen, Kapitallebensversicherungen usw., siehe oben) ist beliebig manipulierbar und tendiert langfristig am Ende eines Wirtschaftszyklus immer gegen Null (Kaufkraftverluste), das war schon immer so. Und wir stehen heute wieder am Ende eines Zyklus. Warum soll es diesmal im Schuldgeld-Zinssystem anders sein?

Tipp: Bei den o.g. nominalen Mini-Minirenditen der mehrheitlich kostenüberladenen Altersvorsorgeprodukte könnten Sie Ihr Geld auch gleich auf ein Tagesgeldkonto bei einer Bank oder Sparkasse deponieren (Tagesgeldzinssatz per Oktober 2007 rund 3,3-3,9%), und das bei täglicher Verfügbarkeit. Zwar erleiden Sie auch damit kontinuierliche Kaufkraftverluste (siehe Substanzerhaltungsrechnung), aber zumindest können Sie täglich selbst ohne Bevormundung durch eine Versicherung oder den Staat bestimmen, wann und wie viel Sie von diesem Geld verbrauchen können, wollen oder müssen oder in qualitativ ausgewählte Sachwerte tauschen wollen. Dafür benötigen Sie keinen vermeintlichen Versicherungs-, Bank-, Bauspar- oder Finanzspezialisten, der Ihnen irgendwelche schöngerechneten Papieranlagen als vermeintliche Altersvorsorge andrehen will. Ihr Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer. Geldanlage ist keine Versicherung! Wollen Sie allerdings unter dem Gesichtspunkt der realen Vermögenssicherung in qualitativ ausgewählte Sachwerte mehr erreichen, empfiehlt sich mitunter professionelle Unterstützung.

 

Wohlstand ist langfristig planbar

Anleger oder Sparer - Gewinner oder Verlierer?

Der Anleger investiert möglichst in Sachwerte, der Sparer in kontraproduktive Geldanlagen. Geldanlagen sind zum Beispiel das Sparbuch, Sparbriefe, (mündelsichere) Staatsanleihen, Bausparverträge, festverzinsliche Wertpapiere, Bundesschatzbriefe, deutsche Lebens- und private Rentenversicherungen (Leibrenten) und ähnliche Geldvernichtungsinstrumente - egal ob staatlich gefördert oder nicht, das spielt bei dieser Vermögensklasse keine Rolle. Und nun denken Sie bitte noch einmal an die obigen Tabellen der "Substanzerhaltungsrechnung". Unser durchgängiger Tipp: Meiden Sie bei langfristigen Sparvorgängen Geldanlagen und investieren Sie möglichst in qualitativ ausgewählte Sachwerte!

Für viele Sparer ist es eindeutig besser, sich nicht den Zwängen und der nachgelagerten Besteuerung "riester- oder rürupgeförderter" Geldanlagen im Alter zu unterwerfen, sondern eine eigenständige, flexible und vor allem renditestarke, inflationsgeschützte Sachwertanlage (international diversifiziert) für die langfristige Altersvorsorge (Jahrzehnte) aufzubauen statt lemmingehaft wenig rentable, inflationsgefährdete, legal manipulierbare Papiergeldprodukte bei deutschen Versicherern, bei Bausparkassen, Banken oder Sparkassen zu zeichnen.

Das, was aber absolut sicher ist, ist dass Sie als Sparer in Geldanlagen (Schuldgeld) kaum langfristig (Jahrzehnte) ein ausreichendes Altersvermögen, von dem Sie später **gut** leben können, aufbauen werden. Sie wissen jetzt auch, warum das Sparbuch 'Sparbuch' heißt? Weil Sie es sich für die langfristige Altersvorsorge sparen können.

weiter ... (Das Geldvermögen der Deutschen)

BESEMA GmbH Beteiligung Service Management * Stand: 17. Oktober 2009
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