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Wohlstand in Deutschland für alle?Das Geldvermögen der DeutschenDas Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland ist weiter gewachsen, Ende 2006 erstmals auf über 4,5 Billionen Euro. Im statistischen Durchschnitt verfügte jeder Bundesbürger über ein Geldvermögen von etwa 55.000 Euro. Diese Zahl sagt über die reale Verteilung der Vermögen allerdings wenig aus. Soziale Fragen zur Herkunft des Geldes, also wer das Geld wirklich besitzt (Verteilung), bleiben dabei - politisch korrekt - ausgespart. Das Sachvermögen, in erster Linie Immobilien, belief sich Ende 2006 schätzungsweise auf über 5 Billionen Euro. Das durchschnittliche Sachvermögen privater Haushalte lag Ende 2006 bei knapp über 125.000 Euro je Haushalt.
Gleichzeitig geraten aber immer mehr Haushalte in Finanznot. Mehr als 3,4 Millionen private Haushalte (7,3 Mio. Deutsche) gelten als überschuldet (Creditreform 11/2007). Umgerechnet bei jedem 10. Erwachsenen sind die monatlichen Ausgaben höher als die Einnahmen. Obwohl der Geldvermögensreichtum so hoch ist, sind die Sozial- und Staatskassen leer. Das ist gesellschaftspolitisch grober Unfug, eine Bankrotterklärung der zivilen Gesellschaft. Der Großteil des Geldvermögenszuwachses - Fachleute sprechen von bis zu 80% - stammt aus jährlich zugebuchten Zinsen.
Besonders verhängnisvoll für die Masse der Bevölkerung ist, dass von den rund € 4,5 Billionen Geldvermögen privater Haushalte Ende 2006 mehr als 80% langfristig (!) in niedrig rentierlichen, inflationsgefährdeten Geldanlagen (Schuldpapiere) liegen ... statt in werthaltigen, qualitativ ausgewählten rentablen Sachwerten ... dümmer geht's wirklich nimmer ... wie sich ganze Generationen immer wieder um ihr Erbe und ihre finanzielle Freiheit bringen.
Aktien und Anlagen in sonstigen Beteiligungen sowie die Vermögensbestände der Investmentfonds, die in Aktien investiert sind, kommen zusammengenommen nicht einmal auf 20%. Dies vor allem auch unter dem Blickwinkel der leidvollen historischen Erfahrungen des letzten Jahrhunderts in Deutschland: das Jahr 1923, wo sie das Papiergeld in Schubkarren nach Hause fahren konnten (Hyperinflation) oder der Währungsreform 1948 (generell abschließende Abwertung 100 RM : 6,5 DM). Geld als Papier ist nur dann etwas wert, wenn Sie dafür etwas kaufen können (Kaufkraft). Geld stellt nur einen Anspruch auf Leistungen dar. Die 4,5 Billionen Euro Geldvermögen sind nur die Ansprüche auf Leistungen, nicht aber die Leistung selbst. Während das Geldvermögen der Privathaushalte durch zugebuchte Zinsen systemimmanent weiter auf Rekordniveau steigt, geraten die öffentlichen Gesamthaushalte in immer tiefere rote Zahlen (Haushaltsdefizite, Schuldenfalle).
Warnung vor Inflationsrisiken - bittere Wahrheiten Der Wertverlust auch moderat erscheinender
Inflationsraten ist nicht zu
unterschätzen.
Das Ausmaß inflationsbedingter Auswirkungen hängt dabei ab von der individuellen Vermögensstruktur der Haushalte, ihrer Kapitalstruktur, der Inflationshöhe und den Wechselkursveränderungen: Für die Vermögensstruktur von großer Bedeutung ist unter anderem der Anteil von Sachwerten und monetären Geldanlagen am Gesamtvermögen als auch die Bindungsdauer der Vermögensanlagen. Für die Kapitalstruktur sind speziell die Bindungsdauer des Kapitals als auch die Relation zwischen Fremd- und Eigenkapital wichtig.
Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht ... Die meisten Deutschen haben sich inzwischen sogar den zweifelhaften Ruf der "dümmsten" Sparer aller Industrienationen erworben. Bezogen auf die Höhe ihrer Ersparnisse gehören die privaten Haushalte in Deutschland auch im internationalen Vergleich zu den Spitzenreitern. Knapp 11% des verfügbaren Einkommens werden jährlich auf die hohe Kante gelegt. Die Deutschen sparen nicht zu wenig, die meisten sparen vor allem falsch! Fast 40% der über 4 Billionen Euro Geldvermögen werden in niedrig verzinsliche Spar- und Sichteinlagen gehalten. Vielerorts galten weltweit langfristig durchschnittlich mehr als 10% Nominalrendite pro Jahr (Templeton Growth Fund) als völlig normal, nur nicht in Deutschland. Schauen Sie dazu nur ins angelsächsische Ausland. Diese Erkenntnis ist leider bei vielen Privatanlegern noch nicht angekommen. Dafür gibt es Gründe. Das hat vor allem mit Informationen zu tun: zu wenig Informationen, zu viele Informationen, Falschinformationen, zeitverzögerte Informationen, gar keine Informationen. Es wird weiter beharrlich das ertragreiche Geschäft mit der Angst der Sparer vor Risiko, Verlust und Zerstörung gemacht. ... "Bring dein Geld zur Bank und es ist sicher" ... Von dem Risiko des schleichenden Kaufkraftschwundes bei Geldanlagen sprechen aber die wenigsten. Finanzinstitute wollen doch hauptsächlich nur eines, nämlich billigst an Einlagen kommen, weil sie damit Geld verdienen können, sehr viel Geld, aber nicht für die Sparer! Und was machen die Finanzinstitute mit den niedrig verzinsten Spar-, Giro- oder Termineinlagen von 1-2% pro Jahr? Sie leihen sie als Kredite zu bis zu 20% pro Jahr aus oder legen diese Gelder genau dort an, wovor sie mit Blick auf die Risiken häufig warnen, nämlich in Sachwerte! Sie beteiligen sich auch über die Börse an Aktiengesellschaften und damit an deren Substanz (Maschinen, Grundstücke, Gebäude). Zwar lauern hier gewisse unternehmerische Risiken. Jedoch sind bei einer entsprechend großen Zahl von Gesellschaften (Risikostreuung), an denen sich Finanzinstitute kapitalmäßig engagieren, etwaige Ausfallrisiken bei professionellem Beteiligungs- und Kreditmanagement langfristig gesehen eher relativ gering. Aktienbeteiligungen bringen den Finanzinstituten trotz zyklischer Börsenschwankungen langfristige Renditen von 9-15% pro Jahr, realistisch eher mehr. Und aus diesen Erträgen (Kredit- / Darlehenszinsen, Beteiligungserträge) zahlen die Finanzinstitute dann den Sparern Nominalzinsen von derzeit 1-4% jährlich - garantiert. Und garantiert nicht mehr!
Und wie sieht nun die *intelligente* Lösung bei der langfristigen Altersvorsorge aus?Dazu ein simples Beispiel: Angenommen, Sie sind 18 Jahre alt und würden bis zu Ihrem 67. Lebensjahr täglich € 1 bzw. jeweils € 30 zum Monatsultimo anlegen. Was glauben Sie, wie viel Vermögen sich daraus bis zu Ihrem 67. Lebensjahr unter optimalen Bedingungen - bei langfristig (Jahrzehnte) Ø 11% Rendite pro Jahr eines zum Beispiel konservativ gut gemanagten, international anlegenden Aktienfonds - entwickeln könnte? (Durchgehender Hinweis: Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft, sie können schlechter oder besser sein. Alle Angaben ohne Gewähr). Obwohl Sie selbst im Laufe Ihres Arbeitslebens (18.-67. Lebensjahr) nur € 18.000 einzahlen haben, ergibt sich durch den Zinseszinseffekt bei einer Planrendite von 11% über die Laufzeit von 50 Jahren ein Endvermögen von sage und schreibe über eine halbe Million Euro (€ 631.046). Bei einem banküblichen Sparbucheckzins von derzeit um die 1% pro Jahr wäre Ihr Endvermögen lediglich € 23.313. Die Differenz von € 607.733 (631.046 minus 23.313) würde in jedem Fall erzielt (!) ... es erhält Sie nur ein anderer; meistens Finanzinstitute und nicht Sie als Sparer. Je nach angenommener Rendite variieren die monatlichen Auszahlungen. Die Altersrente mit 67 Jahren ist inzwischen beschlossene Sache. Wir werden deutlich länger bis zur Altersrente arbeiten müssen. Sehen Sie sich bitte dazu die folgende Tabelle etwas genauer an. Sensivitätsanalyse private Zusatzrente - "ewige Rente" welches Endvermögen ergibt sich mit Zinseszinseffekt bei einem konstanten Sparbetrag von monatlich 30 Euro bei variabler Planrendite über die Gesamtlaufzeit von 50 Jahren - ohne Berücksichtigung von Kaufkraftverlusten - vor Steuern!
Die Berechnungen erfolgen unter der Annahme einer - über Jahrzehnte - konstanten Rendite, Zahlungsweise nachschüssig zum Monatsende bis zum Ende der Einzahldauer, Zinsperiode = Zahlungsperiode. Alle Angaben ohne Gewähr. *) der Preis für eine Zigarettenpackung am Automaten beträgt zum 15.03.2004 beispielsweise EURO 4,00. **) bei nachschüssiger Wiederanlage der Erträge (quasi Zinseszins Ratenzahlung), Ergebnisse vor Steuern und vor Inflation. ***) Barwert-/Rentenberechnung. Diese Spalte beantwortet die Frage: Wie viel kann ich monatlich von meinem Konto als "ewige Rente" abheben, wenn das gesamte Guthaben (Spalte davor: 'Endvermögen') nicht aufgebraucht werden soll und max. 5% Zinsen pro Jahr kontinuierlich für eine Anlage in z.B. einem festverzinslichen Wertpapier oder bevorzugt einer vergleichbaren, qualitativ ausgewählten Sachwertanlage (Mietzins) im Altersruhestand bezahlt werden. Die jeweilige Auszahlung / Entnahme wird nachschüssig, also zum Monatsende berechnet. Unterstellt, das Endvermögen von € 631.046 sollte für eine private Rentenzahlung dienen, so könnten Sie sich bei sonst gleichen Bedingungen ceteris paribus lebenslänglich eine monatliche "ewige" Rente bei Kapitalerhalt von nominal € 2.570, also ohne nominalen Kapitalverlust (!), auszahlen lassen ... oder dieses Kapital verjubeln (allmählicher Kapitalverzehr) oder weiter vererben .... Das hört sich doch gut an? Mit sooo einer privaten Altersvorsorge hätten wir kein staatliches Rentenproblem!!! - und bräuchten vor allem auch keine Rürup- oder Riester-Rente oder andere Kapitalvernichtungsinstrumente. Stirbt der Versicherte, ist das angesparte Kapital im Rürup- oder Riester-Rentenvertrag regelmäßig für die Erben verloren, denn dieses wird nur an den Versicherten ausbezahlt bzw. auf den zertifizierten Riester-Vertrag des Ehepartners (sofern vorhanden) übertragen - die Kinder gehen leer aus! Im Todesfall kassiert die Versicherung eiskalt Ihre Ersparnisse. Inflationierte, ungedeckte Geldanlagen oder Rentenversicherungen mit Mini-Mini-Renditen (wenn überhaupt), wozu auch Riester- und Rürup-Rentenversicherungsverträge gehören, sind - trotz staatlichem Zertifikat - unter dem Gesichtspunkt der Substanzerhaltung für die private Altersvorsorge wahrlich völlig ungeeignet!!!
Mit welcher Rendite soll man also künftig rechnen?Selbst kleine Renditeunterschiede in den Annahmen haben bei langen Laufzeiten große Auswirkungen. Es kommt auf die Größe des betrachteten Zeitfensters an: Wer nicht eine zweistellige langfristige Durchschnittsrendite pro Jahr erzielt, muss eben länger oder mehr sparen. Oder das Kapital wird schneller aufgezehrt, bis nichts mehr übrig ist. Wer heute seine private Altersvorsorge plant, kommt so je nach Rendite-Prozentsatz und finanzieller Ausgangslage zu völlig anderen Werten für seine erforderliche Sparrate. Womit rechnen die Experten? Auch hier gilt die Qual der Wahl. Man kann historische Werte sagen wir mal der letzten Jahre bis zum Jahr 2000 als Maßstab nehmen - das wären relativ hohe Prozentsätze zum Beispiel bei Aktien - oder der Trend zu niedrigen Zinsen und Inflationsraten wird als dauerhaft angesehen - national oder international, es liegt wie immer im Auge des Betrachters. Wenn man sich beispielhaft die langfristige Wertentwicklung des seit 1896 veröffentlichten "Dow-Jones-Industrial-Index" (DJII) der letzten 106 Jahre (Stand 10/2002) ansieht, kommt man in der Vermögensklasse der 30 größten und umsatzstärksten US-amerikanischen Unternehmen (Blue - Chips) zu einer durchschnittlichen Wertsteigerung (langfristige Wachstumsrate) von ungefähr + 7% pro Jahr, natürlich unter großen zyklischen Schwankungen. Diese Zahl sagt aber zunächst noch einmal nichts über die Zukunft aus. Auf lange Aufwärtstrends folgen ebenso Stagnation und empfindliche Abwärtstrends. Bitte bedenken Sie immer: Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft. Sie können besser oder schlechter sein. Um die reale Wertsteigerung zu messen, müsste man davon noch die Inflationsrate - das sind im Jahr 2002 offiziell rund 2% (und nur diese Höhe gilt für das Jahr 2002) - abziehen. Der Dow Jones Industrial Index (DJII) ist ein Subindex des Dow Jones Index und der wohl bekannteste Index der Welt. Der Dow Jones repräsentiert als Index den weltweit wichtigsten Aktienmarkt (US-Aktienmarkt). Der Handel findet an der New York Stock Exchange (NYSE) statt und wird wegen der örtlichen Lage dort umgangssprachlich als "Wallstreet" bezeichnet. Aufgrund der Globalisierung und der Abhängigkeit der Weltwirtschaft von den USA sind zumindest die Aufschwung- und Abschwungbewegungen des letzten Jahrhunderts übertragbar. Aber auch das kann sich ändern. Bei einer Verzinsung von 7,2% pro Jahr verdoppelt sich so das Vermögen mit Wiederanlage der Erträge etwa alle 10 Jahre. Aktien steigen im Zinseszinssystem langfristig (langfristige Wachstumsrate), allerdings: sie steigen nicht kontinuierlich, es gibt Auf- und Abschwungphasen oder Seitwärtsbewegungen, auch mit teilweise relativ langen Zeiträumen. Nehmen wir mal an, eine monatliche private zusätzliche "ewige" Rente von nominal mindestens € 2.000 sei unter heutigen Kaufkraftgesichtspunkten zur Bestreitung zukünftiger Kosten für die Lebenshaltung usw. akzeptabel. Wie viel müssten Sie also bei einer angenommenen durchschnittlichen Rendite von nominal 7% pro Jahr zwischen Ihrem 18. und 67. Lebensjahr monatlich ansparen, dass Sie am Ende Ihres 67. Lebensjahres (angenommen theoretisches Renteneintrittsalter) monatlich ungefähr € 2.000 ohne Kapitalverzehr entnehmen können? Sensivitätsanalyse private Zusatzrente - "ewige Rente" welcher Monatsbetrag ist bei einer Ø Rendite über die Gesamtlaufzeit von 50 Jahren anzusparen, um einen monatlichen Auszahlungsbetrag von ungefähr € 3.000 ohne Kapitalverzehr ceteris paribus zu erreichen? - ohne Berücksichtigung von Kaufkraftverlusten - vor Steuern! -
Die Berechnungen erfolgen unter der Annahme einer - über Jahrzehnte - konstanten Rendite, Zahlungsweise nachschüssig zum Monatsende bis zum Ende der Einzahldauer, Zinsperiode = Zahlungsperiode. Alle Angaben ohne Gewähr. *) der Preis für eine Zigarettenpackung am Automaten beträgt zum 15.03.2004 beispielsweise EURO 4,00. **) bei nachschüssiger Wiederanlage der Erträge (quasi Zinseszins Ratenzahlung), Ergebnisse vor Steuern und vor Inflation. ***) Barwert-/Rentenberechnung. Diese Spalte beantwortet die Frage: Wie viel kann ich monatlich von meinem Konto als "ewige Rente" abheben, wenn das gesamte Guthaben (Spalte 'Endvermögen') nicht aufgebraucht werden soll und max. 5% Zinsen pro Jahr kontinuierlich für eine Anlage in z.B. einem festverzinslichen Wertpapier oder bevorzugt einer vergleichbaren, qualitativ ausgewählten Sachwertanlage (Mietzins) im Altersruhestand bezahlt werden. Die jeweilige Auszahlung / Entnahme wird nachschüssig, also zum Monatsende berechnet. Ergebnis: Wenn Sie im Zinseszinssystem jeden Tag ungefähr nur 3,30 Euro zu durchschnittlich 7% pro Jahr anlegen, sind Sie in 50 Jahren nahezu halber Euro-Millionär. - ohne Berücksichtigung von Kaufkraftverlusten - vor Steuern! -
Hieraus ließe sich eine monatliche Privatrente von ungefähr 2.000 Euro mit einer Planrendite von 5% jährlich bei vollständigem Kapitalerhalt entnehmen.
Deutlich zu sehen: Sie können nicht früh genug auch mit kleinen Sparbeiträgen beginnen (Cost-Average-Effekt). Je länger die Sparzeit, desto kleiner ist der monatlich erforderliche Sparbetrag zur Erreichung eines bestimmten Endvermögensziels. weiter ... (Risiken und Chancen der Vermögensanlage) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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