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Substanzerhalt.rechnung

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Substanzerhaltungsrechnung (modellhaft)

Renditen langfristiger Geldanlagen (monetär)

bei ausgeschöpftem Sparerfreibetrag (inkl. Werbungskostenpauschbetrag) von € 750 (Alleinstehende) bzw. € 1.500 (Zusammenveranlagte) und statistischer Inflationsrate von etwa 3% pro Jahr

  Sparbuch

Festgeld Staatsanleihe

Bausparvertrag 

festverzinsliche Wertpapiere Bundesschatzbriefe

 
Nominalzinsen / Nominalrendite

 2,0 %

4,0 %

6,0 %

langfristiger Durchschnitt  

minus statistische Inflation (Kaufkraftschwund) - 3,0 % - 3,0 % - 3,0 % langjähriger Ø 3,05 % p.a. (1970-2005)
minus Steuern (Zinsabschlagsteuer 30%) - 0,6 % - 1,2 % - 1,8 % nach Ausschöpfung d. Freibeträge

tatsächliche  Realrendite

- 1,6 % - 0,2 % 1,2 % Nettosubstanz
wichtigste Risiken Geldentwertung, Bonität der Schuldner Geldentwertung, Bonität der Schuldner Geldentwertung, Bonität der Schuldner  

Wollen Sie sich mit diesen Papieranlagen (Schuldgeld) weiter

arm sparen?

Sieht so eine langfristige Altersvorsorge aus?

4 minus 3 minus 1 ist gleich 0!  

Wohl kaum.

Nicht die Nominalzinsen, nicht die Nominalrenditen sind wichtig, sondern das, was am Ende tatsächlich real herauskommt.

Sie sehen: Eine reale Vermögenssicherung und -mehrung ist langfristig überwiegend nur mit Anlagen in inflationsgeschützte, qualitativ international ausgewählte Sachwerte und nur mit Nominalrenditen von langfristig deutlich mehr als Ø 5 % pro Jahr möglich, bei einer unterstellten Inflationsrate von Ø 3 % pro Jahr. Alles andere ist Augenwischerei. Wer dies nicht beachtet, spart sich immer ärmer!

Zur Behebung der Dauerkrise unserer sozialen Systeme (zu viele Ausgaben, zu wenige Einnahmen) hat zwar die Regierung Schröder mit ihrem Einstieg in den Umstieg 2001 der ergänzenden privaten bzw. betrieblichen kapitalgedeckten Zusatzrente (Altersvermögensgesetz, "Riester-Rente", später wurde die "Rürup-Rente" nachgeschoben) dafür gesorgt, dass die private Vorsorge mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung rückte, aber das war es auch schon. Die Rechnung dafür zahlen jetzt die Steuerzahler und künftig die Rentner (miserable Renditen).

Die Produkte, die staatlich gefördert als "Riester-Rente" oder "Rürup-Rente" (Basissicherung) angeboten werden, sind klassische Leibrentenversicherungen, die umgangssprachlich als "Private Rentenversicherungen (PRVs)" bezeichnet werden.

Eine Leibrente ist eine Zahlung (Rente), die bis zu einem bestimmten Ereignis, üblicherweise der Tod des Empfängers der Rente, also lebenslang, meist monatlich ausbezahlt wird. Die klassische Leibrente kann durch laufende Beitragszahlungen (aufgeschobene Leibrente) oder durch Zahlung eines Einmalbeitrags (sofort beginnende Leibrente) erworben werden. Stirbt der Versicherte, ist die angesparte Summe für die Erben bei der klassischen Leibrente in der Regel verloren (nicht vererbbar). Es ist möglich, Hinterbliebenenrenten einzuschließen (zusätzliche Kosten).

Nach Aussagen des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) bei Einführung der kapitalgedeckten Zusatzrente wird die voraussichtliche (nicht garantierte!) Rendite privater Leibrentenversicherungen (PRVs) durch die Auflagen des Gesetzgebers deutlich unter 4% gedrückt! Das heißt vereinfacht dargestellt (modellhafte Substanzerhaltungsrechnung):

  4 % maximale Rendite
minus 3 % Kaufkraftschwund (Ø Inflationsrate 1970-2005: 3,05% p.a.)
minus 1 % Steuern *) bei Rentenbeginn (nachgelagert) - prozentual ansteigend
ergibt
0 %
!!! bestenfalls als Resultat

*) musste beispielsweise ein bei Rentenbeginn 65jähriger bislang 27% seiner „Privatrente“ mit dem persönlichen Steuersatz versteuern, sind seither nur noch 18% der Rente individuell zu versteuern.

 

Allen ernstes:

Ist das die zusätzliche Altersvorsorge, die Sie im Alter respektabel vor Armut schützen soll???

Die Frage stellt sich schon: warum sparen eigentlich noch immer Deutsche in solche Geldvernichtungsinstrumente, wenn bestenfalls gilt: 4 minus 3 minus 1 ist gleich Null?

Die Situation wird nicht dadurch besser, nur weil Altersvorsorgeprodukte massenhaft beworben oder von abhängigen Vertretern vermittelt werden. Das ist besonders auch deshalb so ärgerlich, weil viele finanziell abhängige Vermittler ihre Kunden in private Rentenversicherungen treiben, seit die kapitalbildende Lebensversicherung ihr wichtigstes Verkaufsargument, nämlich den "Steuervorteil" seit 01.01.2005, weitgehend verloren hat. Aber wo bleiben eigentlich Sie, die Kunden, die Anleger und Ihre Hinterbliebenen? Irgendetwas läuft da gewaltig aus dem Ruder!

Wenn man bedenkt, dass ein monatliches Riester-Rentenversprechen von heute nominal € 500, erste Auszahlung in 40 Jahren, im Jahr 2007 heute rund 66 € kostet (Annahme: Auszahlung mit Beginn des Rentenalters von 67 Jahren, geschätzte optimistische Bezugsdauer ~ 20 Jahre). Was sind dann die nominalen 500 € in 40 Jahren real wert, wenn man das derzeitige Geldmengenwachstum von 11,7 % jährlich (Stand August 2007; siehe Tabelle oben) unter Ausklammerung eines Realwachstums und einer nachgelagerten Besteuerung ceteris paribus zugrunde legt?

Antwort: gemessen in heutiger Kaufkraft etwa stolze 3,50 €, der heutige Gegenwert einer Portion Eis! - auszahlbar in 40 Jahren.

Da aber die heutigen Finanz- und Sozialsysteme einen Crash und eine sich bereits heute abzeichnende Hyperinflation aufgrund der enormen Staatsverschuldungen und Geldmengenausweitungen (Fiat-Money) weltweit mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nicht überleben werden, bleibt wohl nichts weiter als das Prinzip Hoffnung. Oder einen Laib Brot wie in der Weimarer Republik im Jahre 1923 für 20 Jahre Einzahlung. Aber das wird der Masse der Altersvorsorgesparer natürlich nicht erzählt.

 

Wer allerdings schon kontraproduktiv in solche Altersvorsorgesparverträge und ähnliche - real betrachtet - Geldvernichtungsinstrumente einzahlt, sollte jetzt noch einmal darüber nachdenken. Angesichts leerer Staats- und Sozialversicherungskassen stehen die Vorzeichen auf Sturm. Nicht nur die gesetzliche Rente steht vor dem Kollaps. Aussitzen und so weiter machen wie bisher lohnt nicht! Die offizielle Prognose für die Gesetzliche Rente im Jahr 2030: nominale Rentenhöhe knapp über dem Sozialhilfeniveau (Kaufkraftverluste bis dahin nicht berücksichtigt)! Na, prost Mahlzeit für Ihre private Zusatzvorsorge mit diesen Altersvorsorge-Geldanlageprodukten. Hören Sie auf zu rechnen ... fangen Sie an, zu denken!

weiter ... (Der Effektivzins der klass. privaten REntenversicherung)

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