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Direktanlage in Aktien

Aktien werden oberflächlich betrachtet gerne den Sachwerten zugeordnet. Genau genommen sind aber viele Aktien keine echten Substanzwerte, sondern lediglich pure Hoffungswerte! Dies kann nicht deutlich genug betont werden. Im Extremfall kann in Aktien angelegtes Vermögen völlig verloren gehen. Viele Anleger können ein Lied davon singen. Aktien sind lediglich ein Stück Papier, sie repräsentieren ein Stück Unternehmen, ein Stück VW, BMW oder Siemens zum Beispiel - mit gewissen unternehmerischen Risiken!

Wer sich die Eigenkapitalquoten der im Dax, MDax, SDax und TecDax notierten Konzerne ansieht, kommt schnell zu dem Ergebnis, dass deutsche Aktien durchschnittlich nur eingeschränkt Anteile am Sachwert betreffender Unternehmen verbriefen: Die durchschnittliche Eigenkapitalquote dieser Unternehmen betrug gemäß Handelsblatt vom 22.09.2005 im Geschäftsjahr 2004 (mit Pensionslasten) im Durchschnitt nur 41,4% bezogen auf die Bilanzsumme. Das heißt, dass fast 60% der Vermögenswerte der Aktiengesellschaften Fremdkapital sind. Und Fremdkapital ist kein Sachwert an sich. Nicht alle Einzel-Aktien sind somit (echte) Sachwerte oder bieten konsequent einen Schutz gegen Entwertung. Genau hinsehen hat noch nie geschadet.

Anleger sollten wie Investoren denken

Wer sich den Kreislauf des Geldes vor Augen hält, merkt schnell, dass das Geld, das die Kunden sonst bei der Bank anlegen, an Unternehmen gegen Zinsen weitergegeben wird. Dieses Geld fordern die Unternehmen wieder im Preis in Form von Waren und Dienstleistungen vom Kunden zurück. Also ist es doch vernünftiger, gleich in Unternehmen (Aktien) zu investieren. Das ist das Prinzip.

Langfristig (Jahrzehnte) betrachtet haben die Aktienmärkte (bis Juli 2007) in der Vergangenheit mehrheitlich ordentliche Renditen gebracht. Jedoch hängt die langfristige Wachstumsrate der Aktienmärkte global mehr oder weniger mit dem technischen Fortschritt und dem weltweiten Wirtschaftswachstum (Zinssystem) zusammen.

Die zunehmende Erosion der gesetzlichen Alterssicherung erzwingt eine verstärkte betriebliche als auch private Vorsorge. Nur eine fundierte private Vorsorge mit qualitativ ausgewählten, echten Sachwerten kann auf Dauer vor Armut im Alter schützen.

Besaßen 2001 nach Erhebungen des Deutschen Aktien Instituts (DAI) noch 12,9 Mio. Deutsche Aktien und Fonds, so waren es im ersten Halbjahr 2008 nur noch 9,8 Millionen Aktionäre und Fondsbesitzer. Das zerstörte Vertrauen in viele Aktiengesellschaften (internationale Versicherungs- und Bankenpleiten, Enthüllungen über illegale Praktiken, falsche Versprechungen, zu viele Bilanzskandale) wirkt per Saldo negativ. Wenn Sie sich mit Ihren Aktien unwohl fühlen, sind Sie in bester Gesellschaft. Die Skepsis gegenüber Aktien bleibt hoch. Millionen Anleger geht es genauso. Die Einführung der Abgeltungssteuer zum 01.01.2009 bleibt kontraproduktiv. Nur starken, finanzkräftigen Gesellschaften mit sicheren Gewinnen, hoher Liquidität und exzellentem Management dürfen Sie (wenn überhaupt) halbwegs vertrauen!

Die Risiken der Kapitalanlage

Was viele vergessen und Profis mitunter gerne bagatellisieren: Mit höheren Renditechancen ist generell auch immer ein höheres Risiko verbunden. Deshalb müssen Anlagen - nicht nur an der Börse - breit gestreut sein, also, wenn schon in Aktien, dann:

  1. niemals alles bei einer einzigen Gesellschaft anlegen

    (wenn Sie Aktien einer schwachen Gesellschaft besitzen, können Sie von heute auf morgen nahezu alles, praktisch ohne Vorwarnung verlieren. An der Börse gibt es keine Glocke, die Ihnen sagt, wann Sie ein- oder aussteigen sollen.)

  2. niemals alles in eine Branche investieren

  3. niemals alles in eine Region oder in einem einzigen Land anlegen (Länderrisiko! Negativbeispiel in 2002: Argentinien)
  4. niemals alles auf eine Karte setzen.

Das machen nur Spieler. Das ist wie beim Roulettespiel im Casino, wenn man alles auf eine Zahl setzt.

Deshalb empfehlen wir keine Investments in Einzelaktien. Im Gegenteil: wir raten davon ab. Das ist nur etwas für wirklich mündige Großanleger, die wie Institutionelle ...

  • viel Zeit haben und sich mindestens 2-4 Stunden täglich damit beschäftigen (spätestens nach 5 Minuten sind alle bekannten kursrelevanten Informationen an der Börse in den Wertpapierkursen eingepreist) und
  • hohe Kursschwankungen bis zum Totalverlust (falls beim Daytrading keine Stopp-Loss-Marken bzw. Limits gesetzt werden) als auch ungewisse Dividendenzahlungen verkraften können und
  • wie die Finanzinstitute Einblick in das Orderbuch und Zugang zum Handel mit Real-Time-Kursen haben und
  • genügend frei verfügbares Geld für Aktienkäufe einsetzen können. Erkenntnis: Ewiges hin und her (Kosten) macht auch die Taschen leer und
  • ein breit angelegtes Wirtschafts- und Börsenwissen, viel Know-how und spezialisierte Erfahrung einbringen. Insiderinformationen aus der schier unübersehbar gewordenen Informationsfülle sind oft entscheidend. Wer hat denn die?

Gut gemanagte international anlegende Aktienfonds haben diese Voraussetzungen: die der überragenden Technik, der Investmentprofis, des Informationsvorsprunges, des Beziehungsnetzwerkes usw. undsofort. Selbst wenn Kleinanleger ein glückliches Händchen hätten, sehen Sie nachfolgend, dass konservativ gemanagte Aktienfonds bei deutlich geringerem Risiko (Standardabweichung) langfristig mit die besten Aktien schlagen (können):

Vergleich

zwischen einigen der besten Aktien und einem global anlegenden Aktienfonds (Anlage 1928-1996)

jeweils US $ 10.000,-- (Einmalbetrag)

wurden angelegt in:

Ergebnis zum 31.12.1996
   
* Coca Cola $ 12.376.716,--
* General Electric $   1.474.562,--
 

und nun zum Vergleich ein weltweit anlegender Aktienfonds

   
* Pioneer Fund $ 41.742.548,--

(Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft, sie können besser oder schlechter sein, alle Angaben ohne Gewähr)

 

Und dabei war der Pioneer Fund in dieser Zeit nicht der beste Fonds seiner Vermögensklasse, der international anlegenden Aktienfonds.

Die Börsen sind ein undurchsichtiges Labyrinth, in dem sich fast jeder Anleger nur verlaufen kann. Und Umwege sind teuer, mitunter sehr sehr teuer. Mut und blindes Vertrauen haben im Aktiengeschäft nichts zu suchen. Gewinne und Verluste machen nicht nur die Großen! Wenn Kleinanleger die Renditechancen einer langfristigen Vermögensanlage wahrnehmen und möglichst geringere Risiken eingehen möchten, gibt es bessere Lösungen als den Kauf von Einzelaktien.

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BESEMA GmbH Beteiligung Service Management * Stand: 17. Oktober 2009
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