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Investmentfonds

Investmentfonds wurden geschaffen, um vornehmlich dem Laien die vielen Einzelentscheidungen bei der Vermögensanlage abzunehmen. Welche Entscheidung letztendlich optimal ist, dazu ist der durchschnittliche Privatanleger bei der Fülle an Informationen heute kaum mehr in der Lage.

Wie funktionieren Investmentfonds? 

Einen Investmentfonds (kurz: Fonds) muss man sich vorstellen wie einen großen Topf, in den viele Kleinanleger einen Teil ihres gesparten Geldes einzahlen. Das eingesammelte Geld wird nun von einer Investmentgesellschaft (Kapitalanlagegesellschaft) "im großen Stil" breit auf verschiedene Vermögenswerte nach den Grundsätzen der Risikomischung angelegt. 

Über das Fondsvermögen (Sondervermögen) gibt die Investmentgesellschaft Anteilscheine (Investmentzertifikate) aus. Die Anleger erhalten so im Verhältnis Ihrer Einzahlungen Investmentanteile und sind entsprechend Miteigentümer am Fondsvermögen. Von dem Geld der Anleger kauft die Investmentgesellschaft dann entsprechend gesetzlicher und vertraglicher Bestimmungen (Anlagereglement) zum Beispiel Aktien (Aktienfonds), festverzinsliche Wertpapiere (Rentenfonds), Immobilien (offene Immobilienfonds) usw. oder Geldmarktpapiere (Geldmarktfonds). 

Das Risiko einzelner Vermögensanlagen wird dabei deutlich reduziert. So ist es auch relativ unwahrscheinlich, dass alle Gesellschaften, in die zum Beispiel ein weltweit anlegender Aktienfonds investiert, gleichzeitig negativ performen und in Insolvenz gehen; es sei denn, die Weltwirtschaft bricht zusammen - aber dann werden größtenteils auch die monetären Geldanlagen vernichtet. Sie erinnern sich vielleicht noch an die Jahre 1923 (Hyperinflation) und 1948 (Währungsreform) in Deutschland? Geldbesitzer hatten riesige Verluste, aber nicht so die Besitzer international anlegender Aktienfonds (= Sachwert) - auch aufgrund der breiten Risikostreuung.

Das Fondsmanagement

Die laufende Verwaltung des Sondervermögens führt ein professionelles Fondsmanagement aus. Dies kann eine Einzelperson (Fondsmanager) oder ein ganzes Team sein. Das Fondsmanagement nimmt die Interessen der Anleger wahr und entscheidet je nach Ausrichtung des Fonds (Anlagerichtlinien, Anlageziele) laufend über Kauf oder Verkauf von zum Beispiel Immobilien, festverzinslichen Wertpapieren, Aktien - national oder weltweit usw.. Mit den mehr oder minder glücklichen Entscheidungen des Fondsmanagements steht und fällt der Erfolg des Fonds und damit der Anlage.

Natürlich kann sich kein Investmentfonds dem Auf und Ab an den Geld- und Kapitalmärkten entziehen. Aber je breiter gestreut das Fondsmanagement das Geld anlegt, desto größer ist die Chance, dass Kursverluste einiger Titel durch die Gewinne anderer abgefedert werden. 

Managementgebühr

Um als Anleger dabei zu sein, zahlt man einen Ausgabeaufschlag (Agio), ähnlich einer Abschlussgebühr. Diese Gebühr beträgt bei einem guten Aktienfonds im Durchschnitt um die 5% der Nettoanlagesumme (net asset value). Je länger der Anlagezeitraum ist, umso geringer wirkt sich der Ausgabeaufschlag auf die Wertentwicklung aus, weil er sich auf um so mehr Jahre verteilt. Beispiel:

 
Agio Anlagedauer des Aktienfonds Ø Renditebelastung pro Jahr
5 5 1,000 %
5 8 0,625 %
5 10 0,500 %

Des weiteren wird das Fondsmanagement für seine Tätigkeit in der Regel zwischen 0,25% (Geldmarktfonds) bis 1,5% (Aktienfonds) pro Jahr aus dem Fondsvermögen bezahlt. Von dieser Managementgebühr merkt der Anleger direkt nichts, denn sie wird geradewegs vom Sondervermögen abgebucht bevor überhaupt etwas ausgeschüttet wird.

Wie sicher ist das Geld der Anleger?

Durch die gemeinsame Geldanlage wird jeder Anleger mit seinem Anteil Mitinhaber am Fondsvermögens, dem sog. Sondervermögen (Aussonderung). Gemäß dem Gesetz über Kapitalanlagesellschaften (KAGG) hat die Fondsgesellschaft keinen direkten Zugriff auf das Kapital ihrer Investmentkunden. Sie hat lediglich Treuhänderfunktion. Eine externe Depotbank verwaltet und verwahrt die Wertpapiere und das Barvermögen der Fondsgesellschaft auf einem Sperrkonto. Die Depotbank ist wirtschaftlich, rechtlich und personell unabhängig von der Fondsgesellschaft. 

Registrierte Investmentgesellschaften (diese erkennen Sie an der Wertpapierkennnummer bzw. ISIN: von anderen sollten Sie die Finger lassen) dürfen nicht mehr als 10 % (§ 8a KAGG) einer Gesellschaft halten. Sie dürfen auch nicht mehr als 5 % des Fondsvermögens in ein Unternehmen investieren. Sie müssen sich also mindestens an 20 Gesellschaften beteiligen. Tatsächlich beteiligen sie sich an 100 und mehr Firmen.

Die Einhaltung der Gesetze, Verordnungen und sonstigen Vorschriften im Investmentbereich kontrolliert die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin), die Depotbank, die interne Revision der Fondsgesellschaft und einmal jährlich ein Wirtschaftsprüfer.

Warum Sie professionelle Hilfe bei der Auswahl Ihrer Investmentfonds nutzen sollten

Für jeden Anlagehorizont und für jedes Anlageziel gibt es Investmentfonds. Allerdings fällt es oft schwer bei über 5.500 (Jahr 2006) zum Vertrieb zugelassenen Investmentfonds der rund 40 Investmentgesellschaften in Deutschland den Überblick zu behalten. Alleine im Jahr 2005 wurden 716 neue Fonds (knapp 3 Fonds pro Arbeitstag) aufgelegt. Andererseits wurden 300 Fonds geschlossen. Bei dem großen Angebot, das sich ständig ändert, gilt es, den Überblick zu behalten und die geeigneten Fonds in der richtigen Kombination herauszufinden (Asset-Allokation). Daher ist angesichts der Fülle an Informationen eine zielgerechte Entscheidung erst nach qualifizierter gesellschaftsunabhängiger Beratung zu empfehlen.

Es ist nicht damit getan, einen beliebigen Fonds zu kaufen und in der Hoffnung auf Kursgewinne im Depot zu belassen.

Und warum sollte dann gerade der Anleger seinen Investitionsspielraum einschränken, indem er spezielle Aktienfonds kauft, die sich auf bestimmte Ausschnitte des Aktienmarktes konzentrieren, wie Länder-, Themen-, Technologie-, Internet-, Telekom- oder andere Branchenfonds, statt international anlegende, gut gemanagte, konservative Aktienfonds zu kaufen? Wenn eine ganze Branche, zum Beispiel die Telekombranche schlecht läuft, wäre das Fondsmanagement dennoch gezwungen, in dieser Branche zu bleiben. Wie soll denn ein Fondsmanagement bei "begrenztem" Anlageuniversum jemals langfristig nennenswerte Ergebnisse erzielen können? Aktienfonds in eng begrenzten Märkten unterliegen Trends, die keinesfalls langfristig positiv verlaufen können; eine breite Risikostreuung ist von vornherein ausgeschlossen.

Um außergewöhnliche Erträge zu erzielen, muss das gesamte Fondsvermögen professionell durch die verschiedensten Wirtschafts- und Finanzzyklen gesteuert werden - auf die Zusammenstellung des Portfolios und den richtigen Wechsel zwischen den unterschiedlichen Fonds kommt es an.

Bei global anlegenden, konservativ gemanagten Aktienfonds gab es in der Vergangenheit entgegen der landläufigen Meinung - langfristig gesehen - nur geringe Risiken! Das kann man nicht deutlich genug festhalten. Es gab zyklische Schwankungen, aber langfristig kaum Risiken. Die Börse hat sich bisher immer wieder erholt! Konservative Aktienfonds unseres Verständnisses legen Ihr Geld meist weltweit in Aktien großer Konzerne an, die wegen allgemein anerkannter Qualität als Standardwerte gelten (sogenannte "blue chips"); das Fondsvermögen ist breit gestreut, ohne Begrenzung auf bestimmte Branchen.

Qualitäts-Check der Investmentfondsanlage

Es gibt elementar wichtige Anlageregeln, die bei einer Anlage zu beachten sind. Sie müssen zwingend umdenken. Daran sollten Sie denken:

  • Diversifikation (Streuung)

    Sich nicht überwiegend mit speziellen Aktienfonds wie z.B. Themen-, Technologie-, Länder- oder Branchenfonds in engen, begrenzten Märkten eindecken, und wenn dann nur bis zu max. 5% des liquiden Gesamtvermögens. Denn mit zunehmender Fondsspezialisierung steigt das Anlagerisiko. Bedeutend bessere Alternative sind international anlegende, konservativ gut gemanagte Aktienfonds (breit gestreut).

  • Kosten und Fondsgröße

    Hat der einzelne Fonds eine vernünftige Größe (größer 50 Millionen Euro), mit der ein kostengünstiges Management erst möglich ist? Sind die Verwaltungskosten im marktüblichen Rahmen?

  • keine Aktienfonds auf Pump (Effektenkredite) kaufen

  • Investmentfonds in Aktienfonds brauchen Zeit

  • Aktienfonds haben eine langfristige Anlagedauer von 5 bis 7 und mehr Jahren. Aktienfonds eignen sich nicht für (kurzfristige) Spekulationen. Man sollte sie nicht kaufen und kurz danach wieder verkaufen. Gleichwohl sind sie börsentäglich verfügbar.

  • Aktienfonds nicht bei fallenden Kursen verkaufen

  • Auswahl und ständige Kontrolle wie die Entscheidungsträger großer Investoren nach dem 4P-Prinzip4P stehen für Investment-Philosophie, Investment-Prozess, Personen und Performance. Sicher beantworten nicht Ranking-Hitlisten, welches Fondsmanagement per Saldo die besseren Entscheidungen trifft und wie hoch der Zufall dabei eine Rolle spielte oder wie hoch die eingegangenen Risiken sind bzw. die Qualität des Risikomanagements.

  • keine kostenüberladenen Dachfonds

  • keine Garantiefonds in Geldanlagen (meist miserable Renditen)

    Eine Garantie geht immer zu Lasten der Rendite.

  • keine Hedgefonds 

    (mangelnde Transparenz, oftmals fehlende Risikokontrolle, extrem zurückhaltende Informationspolitik, Nischenstrategie, ...)

Gemäß unserer Philosophie der Substanzerhaltung kann man Investmentfonds prinzipiell in inflationsgeschützte Sachwerte und inflationsgefährdete monetäre Geldanlagen einteilen. Die Besonderheiten qualitativ ausgewählter global anlegender Aktienfonds (Sachwerte) werden nachfolgend aufgezeigt. 

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BESEMA GmbH Beteiligung Service Management * Stand: 17. Oktober 2009
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